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Wenn nichts mehr geht - Wege aus der Erschöpfung für Helfer und Hochsensible

Burnout verstehen und überwinden

Schreibtisch mit Burnout Schriftzug

Warst du bis vor kurzem noch Feuer und Flamme für deinen Beruf und dein Leben? Spürst du seitdem nur noch Leere und Kraftlosigkeit? Fällt dir selbst das Aufstehen morgens schwer? Dann könntest du unter den Folgen eines Burnouts leiden – und du bist damit nicht allein.

In der Praxis Selbstreguliert Leben in Bremen bietet Daniel Brodersen neben Traumatherapie und ADHS-Diagnostik auch Burnout-Therapie an. Burnout ist mehr als Erschöpfung – es ist oft die Folge von negativem Stress, Reizüberflutung und zu hohen Ansprüchen an sich selbst. Besonders gefährdet sind Menschen mit hohem Leistungsanspruch oder Hochsensibilität.

Was ist Burnout?

Das Burnout-Syndrom beschreibt einen Zustand völliger emotionaler, körperlicher und mentaler Erschöpfung. Betroffene fühlen sich regelrecht gelähmt. Der soziale Akku ist leer, die Empathiefähigkeit geht verloren. In helfenden Berufen spricht man auch von Compassion Fatigue – der Mitgefühlsmüdigkeit.

Der amerikanische Psychologe Herbert Freudenberger beobachtete 1974, dass viele junge, vormals hoch motivierte Mitarbeiter schon nach wenigen Jahren verbraucht waren. Er nannte dieses Phänomen Burnout. In der neuen ICD-11 gilt es als offiziell diagnostizierbare Belastungsstörung.

Wie zeigt sich Burnout?

Die Entwicklung verläuft oft schleichend über mehrere Phasen: Zunächst der Drang, sich zu beweisen. Dann verstärkter Einsatz und Vernachlässigung eigener Bedürfnisse. Verdrängung von Konflikten. Umdeutung der eigenen Werte. Sozialer Rückzug und zunehmende Gereiztheit.

In späteren Phasen folgen: Das Gefühl, nur noch zu funktionieren. Innere Leere und Gefühllosigkeit. Der Versuch, die Leere mit Alkohol, Shopping oder anderen Ablenkungen zu betäuben. Depression und Antriebslosigkeit. Im schlimmsten Fall ein Nervenzusammenbruch – nichts geht mehr.

Körperliche Symptome können sein: Herzrasen, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen, chronische Müdigkeit.

Frau sitzt auf Sofa und hält sich die Augen zu

Mögliche Ursachen

Bei der Entstehung von Burnout spielen mehrere Faktoren zusammen: Persönlichkeitsmerkmale wie Perfektionismus, niedrige Resilienz oder die Neigung, sich für andere aufzuopfern. Menschen mit Hochsensibilität oder ADHS sind besonders gefährdet.

Äußere Faktoren wie hohe Arbeitsbelastung, Zeitdruck, schlechtes Betriebsklima, Mobbing oder fehlende Unterstützung durch Vorgesetzte. Viele Betroffene wuchsen mit leistungsorientierten Eltern auf, die wenig Raum für Pausen und altersgemäße Entwicklung ließen.

Oft ist Burnout auch die Folge ungelöster Beziehungskonflikte oder familiärer Verstrickungen – das sogenannte Beziehungsburnout.

"Burnout ist kein Zeichen von Schwäche - es ist das Ergebnis davon, zu lange stark sein zu müssen."

- Daniel Brodersen

Die 12 Burnoutphasen

  • Überhöhte Ansprüche an die eigene Leistungsbereitschaft und Herausforderungen anzunehmen, für welche kaum Kapazitäten vorhanden sind.

  • Mehr Aufgaben übernehmen als leistbar, Überstunden machen ohne Freizeitausgleich, auch am Wochenende erreichbar sein. 

  • Verzicht auf Freizeit und angenehme Tätigkeiten, niedrige Prioisierung von Ernährung, Schlaf und Pausen

  • Unstimmigkeiten werden nicht angesprochen. Unzufriedenheit steigt. Distanz zu Angehörigen und Freunden wird aufgebaut. 

  • Sinnstiftende Lebensinhalte die früher wichtig waren, geraten immer mehr in den Hintergrund. Arbeit und noch mehr „To Do´s“ stehen immer mehr im Fokus.

  • Nicht wahrhabenwollen und gegenankämpfen der abnehmenden Leistungsbereitschaft und Lebensfreude. 

  • Vermeidung von sozialen Aktivitäten. Betroffene schotten sich ab. Sie empfinden ihre Mitmenschen als anstrengend & nervig.

  • Betroffene verändern ihr Verhalten. Sie verlieren ihr Interesse an ihren Mitmenschen, entwickeln eine gewisse Negativität und Feindseligkeit gegenüber der Welt. 

  • Das Gefühl, nur noch für andere zu funktionieren. Schmerzen treten gehäuft auf, psychosomatische Symptome nehmen zu. 

  • Der Versuch die innere Leere und die Ohnmacht mit exzessiven Sport, Alkohol, Shopping, Essen oder Youtube zu betäuben. 

  • Verzweiflung, Hoffnungslosgkeit, Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit und ggf. passive Todeswünsche (Suizidgedanken)

  • Nervenzusammenbruch (Nervous Breakdown) mit emotionalen, körperlichen und mentalen Faktoren. „Nichts geht mehr“

Mann am Tisch rauft sich die Haare

Wie kann Therapie helfen?

In der Praxis Bremen wird Burnout behandelt mit Methoden aus der Traumatherapie, Schematherapie und Entspannungsverfahren unterstützt. Ziel ist es, die Ursachen der Erschöpfung zu verstehen, zu überwinden und neue Wege der Selbstfürsorge zu entwickeln.

Dazu gehören: Erkennen und Verändern schädlicher Glaubenssätze. Lernen, eigene Grenzen wahrzunehmen und zu schützen. Aufbau von Resilienz und Stresstoleranz. Bei Bedarf Aufarbeitung von Kindheitserfahrungen, die zu den überhöhten Leistungsansprüchen geführt haben.

Für wen ist dieses Angebot?

Für Menschen in helfenden Berufen: Lehrer, Ärzte, Pflegepersonal, Sozialarbeiter, Erzieher. Für Hochsensible, die ihre Grenzen nicht mehr spüren. Für alle, die das Gefühl haben, ausgebrannt zu sein und nicht mehr können.

Der Anfang

Du erkennst dich in diesen Beschreibungen wieder? Du möchtest wieder zu dir selbst finden? In der Praxis Selbstreguliert Leben in Bremen findest du Unterstützung – weil du wertvoll bist. Burnout behandeln in Bremen.

Telefon: 0421 – 84 51 54 00

E-Mail: office@selbstreguliert-leben.de

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