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Alte Muster durchbrechen.

Schematherapie in Bremen - wenn sich Muster immer wiederholen.

Steine im Kreis

Du weißt eigentlich, was du tun solltest. Du weißt, dass diese Beziehung dir nicht guttut. Dass du dich nicht immer aufopfern musst. Dass du Grenzen setzen darfst. Dass du genug bist. Aber dann passiert es wieder: 

Du fällst zurück in alte Muster, die sich immer wiederholen. Du reagierst, wie du immer reagiert hast. Und danach fragst du dich: Warum kann ich das nicht ändern? Was ist falsch mit mir?

Vielleicht liegt es nicht an mangelnder Willenskraft oder fehlendem Wissen. Vielleicht haben diese Muster einen Ursprung, der tiefer liegt als bewusste Entscheidungen. Vielleicht sind sie in deiner Kindheit entstanden, als Überlebensstrategien, die damals sinnvoll waren. 

Und sie wirken bis heute, obwohl sie längst nicht mehr passen.

Schematherapie hilft, diese tief verwurzelten Muster zu verstehen und zu verändern - durch echte emotionale Verarbeitung.

Was sind Schemata?

Schemata sind tief verwurzelte Überzeugungen über dich selbst, andere Menschen und die Welt. Sie entstehen in der Kindheit und Jugend, wenn zentrale emotionale Bedürfnisse nicht erfüllt werden. 

Bedürfnisse nach Sicherheit, Liebe, Autonomie, Anerkennung, Grenzen. Diese Überzeugungen fühlen sich absolut wahr an, auch wenn sie es objektiv nicht sind.

Beispiele für häufige Schemata:

  • Unzulänglichkeit: Ich bin nicht gut genug. Wenn andere mich wirklich kennen würden, würden sie mich ablehnen.

  • Verlassenheit: Menschen, die mir wichtig sind, werden mich früher oder später verlassen oder enttäuschen.

  • Überhöhte Standards: Ich muss perfekt sein. Alles andere ist Versagen. Fehler sind inakzeptabel.

  • Selbstaufopferung: Die Bedürfnisse anderer sind wichtiger als meine. Ich muss für alle da sein.

  • Misstrauen: Andere Menschen werden mich ausnutzen, belügen oder verletzen, wenn ich ihnen die Chance gebe.

  • Emotionale Entbehrung: Niemand wird meine Bedürfnisse wirklich verstehen oder erfüllen. Ich bin allein.

Das Modus-Modell: Deine inneren Anteile verstehen

Schematherapie arbeitet mit dem Konzept der Modi: verschiedene Zustände oder Anteile in dir, die in bestimmten Situationen aktiviert werden. 

Diese Modi zu verstehen hilft dir zu erkennen, was in dir passiert, wenn alte Muster greifen und gibt dir die Möglichkeit, anders zu reagieren.

Die wichtigsten Modi:

  • Kind-Modi: Der verletzte, einsame, ängstliche, wütende oder impulsive Teil in dir - entstanden aus unerfüllten Bedürfnissen in der Kindheit

  • Eltern-Modi: Die innere kritische, strafende oder fordernde Stimme - oft übernommen von echten Eltern oder anderen Autoritätspersonen

  • Bewältigungs-Modi: Strategien, um mit schmerzhaften Gefühlen umzugehen - Vermeidung, Überkompensation, Unterwerfung, Angriff

  • Der gesunde Erwachsene: Der Teil, der Situationen realistisch einschätzt, Grenzen setzt und liebevoll mit sich selbst umgeht

 

Ziel der Schematherapie ist es, den gesunden Erwachsenen zu stärken und die Kind-Modi mit dem zu versorgen, was sie damals gebraucht hätten und heute noch brauchen.
Vielleicht funktioniert dein Gehirn einfach anders.

Für wen ist Schematherapie geeignet?

Schematherapie wurde ursprünglich von Jeffrey Young für Persönlichkeitsstörungen entwickelt. Insbesondere für die Borderline- und die narzisstische Persönlichkeitsstörung. Aber sie hilft auch bei vielen anderen Themen:

  • Wiederkehrende Beziehungsprobleme: immer wieder dieselben Konflikte, dieselben Partner-Typen, dieselben Enttäuschungen

  • Chronische Unzufriedenheit trotz äußerlich erfolgreichem Leben - das Gefühl, dass etwas Grundlegendes fehlt

  • Selbstsabotage: Du bist kurz vor dem Ziel und machst alles kaputt, ohne zu verstehen warum

  • Perfektionismus und Selbstkritik, die dich lähmen statt antreiben

  • Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen, Nein zu sagen, eigene Bedürfnisse zu äußern

  • Depressionen und Ängste, die auf klassische Verhaltenstherapie nicht ausreichend ansprechen

  • Das Gefühl, nie wirklich du selbst sein zu können

"Muster endlich verstehen"

"Schematherapie hat mir geholfen, Muster zu verstehen, die mich jahrzehntelang begleitet haben. Warum ich mich in bestimmten Situationen plötzlich wie ein hilfloses Kind fühle. Warum bestimmte Kritik mich so trifft. Dieses Verstehen ist der erste Schritt zur Veränderung – für mich selbst und für die Menschen, mit denen ich arbeite."
– Daniel Brodersen

Wie läuft Schematherapie ab?

Schematherapie ist ein längerfristiger Prozess. 

Typischerweise zwischen 20 und 50 Sitzungen, je nach Tiefe und Komplexität der Themen. Das klingt nach viel, aber die Veränderungen sind dafür nachhaltig. Sie gehen an die Wurzel.

Wir arbeiten mit verschiedenen Techniken:

  • Imaginative Übungen: Begegnungen mit jüngeren Anteilen, Nachnähren von Bedürfnissen, Umschreiben belastender Erinnerungen

  • Stühlearbeit: Dialog zwischen verschiedenen Modi, um innere Konflikte zu lösen

  • Kognitive Techniken: Überprüfen und Verändern von Grundüberzeugungen

  • Verhaltensexperimente: Neue Erfahrungen machen, die alte Überzeugungen widerlegen

  • Therapeutische Beziehung: Ein sicherer Raum, in dem korrigierende emotionale Erfahrungen möglich werden

Ihr nächster Schritt

Ruf an oder schreib uns eine Mail. Im kostenlosen Vorgespräch (15 Min.) klären wir, ob Schematherapie für dich der richtige Ansatz ist und was du erwarten kannst.

Ohne Risiko. Ohne Verpflichtung.

Telefon: 0421 – 84 51 54 00

E-Mail: office@selbstreguliert-leben.de

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