Belastende Erinnerungen verarbeiten.
EMDR-Therapie in Bremen - wissenschaftlich anerkannt und wirksam.

Du hast gezielt etwas erlebt, das dich nicht loslässt. Bilder, die immer wieder auftauchen.
Beim Einschlafen, in ruhigen Momenten, aus dem Nichts. Gefühle, die dich überwältigen, wenn du nicht damit rechnest. Körperliche Reaktionen, wie Herzrasen, Anspannung, Übelkeit, Schwindel, die scheinbar aus dem Nichts kommen und dein Leben einschränken.
Du hast versucht, es zu verdrängen, nicht daran zu denken, weiterzumachen, stark zu sein. Aber die Erinnerung ist immer noch da. Sie hat sich festgesetzt. Nicht nur in deinem Kopf, sondern auch in deinem Körper, in deinem Nervensystem.
Und sie beeinflusst, wie du dich fühlst, wie du reagierst, wie du lebst, auch wenn das Ereignis Jahre oder Jahrzehnte zurückliegt.
EMDR-Therapie kann diese belastenden Erinnerungen verarbeiten - oft schneller und schonender, als du denkst.
Was ist EMDR?
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing.
Auf Deutsch etwa: Desensibilisierung und Neuverarbeitung durch Augenbewegungen.
Die wissenschaftlich Methode wurde in den 1980er Jahren von Dr. Francine Shapiro entwickelt und ist seit 2006 von der Weltgesundheitsorganisation WHO als wirksame Behandlung für Traumafolgestörungen wissenschaftlich anerkannt.
Die Grundidee: Belastende Erinnerungen werden im Gehirn anders gespeichert als normale Erinnerungen. Sie sind nicht richtig verarbeitet, nicht in den Kontext deiner Lebensgeschichte eingeordnet, und werden deshalb immer wieder aktiviert - mit all den dazugehörigen Gefühlen und Körperreaktionen, als würde das Ereignis gerade jetzt passieren.
EMDR hilft dem Gehirn, diese Erinnerungen nachträglich zu verarbeiten und richtig einzuordnen. Das Besondere: Du musst nicht ausführlich über das Erlebte sprechen. Die Verarbeitung passiert größtenteils nonverbal. Durch bilaterale Stimulation (Augenbewegungen, Töne oder Berührungen), die die natürlichen Verarbeitungsmechanismen deines Gehirns aktiviert.
Wie wirksam ist EMDR?
EMDR ist eine der am besten erforschten Methoden zur Behandlung von Traumafolgestörungen.
Bei einfacher Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), also Trauma durch ein einzelnes Ereignis wie einen Unfall oder Überfall, zeigen Studien, dass etwa 80% der Betroffenen nach wenigen Sitzungen (oft 3-8) deutliche Entlastung erfahren.
Das ist bemerkenswert schnell.
Bei komplexen Traumata (Entwicklungstrauma, wiederholte Traumatisierung über Jahre) braucht es mehr Zeit, mehr Stabilisierung und oft zusätzliche Methoden. Aber auch hier ist EMDR ein wirksames Werkzeug im therapeutischen Prozess - eingebettet in einen größeren Behandlungsplan.
Wie läuft eine EMDR-Behandlung ab?
EMDR folgt einem strukturierten 8-Phasen-Protokoll, das Sicherheit und Wirksamkeit gewährleistet:
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Phase 1: Anamnese – Deine Geschichte, deine Symptome, die Erinnerungen, die bearbeitet werden sollen
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Phase 2: Stabilisierung – Ressourcen aufbauen, Techniken zur Selbstregulation lernen, sichere innere Orte schaffen
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Phase 3: Bewertung – Die Zielerinnerung identifizieren: Bild, Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen
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Phase 4: Desensibilisierung – Die eigentliche Verarbeitung durch bilaterale Stimulation
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Phase 5: Verankerung – Positive Überzeugungen mit der verarbeiteten Erinnerung verknüpfen
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Phase 6: Körpertest – Prüfen, ob noch körperliche Restbelastungen vorhanden sind
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Phase 7: Abschluss – Sitzung sicher beenden, Selbstfürsorge besprechen
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Phase 8: Nachbesprechung – Integration, neue Erfahrungen, nächste Schritte planen
Für wen ist EMDR geeignet?
EMDR kann bei vielen verschiedenen Belastungen helfen, nicht nur bei klassischer PTBS:
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Posttraumatische Belastungsstörung nach einzelnen traumatischen Ereignissen
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Komplexe Traumafolgestörungen und Entwicklungstrauma (als Teil eines umfassenderen Behandlungsplans)
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Phobien und Ängste mit bekannten Auslöser oder Ursprungsereignis
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Trauer und Verlusterfahrungen, die nicht abklingen wollen
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Belastende Lebensereignisse, die dich einfach nicht loslassen
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Chronische Schmerzen mit psychischer Komponente
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Leistungsblockaden und Prüfungsängste
EMDR ist nicht geeignet bei:
Akuten Psychosen, aktivem Täterkontakt (hier erst Stabilisierung), unkontrolliertem Substanzmissbrauch, schweren dissoziativen Störungen ohne vorherige Stabilisierung, oder bestimmten hirnorganischen Störungen. In diesen Fällen besprechen wir Alternativen.
"Belastende Erinnerungen loslassen."
„EMDR ist für mich eines der wirksamsten Werkzeuge in der Traumatherapie. Ich habe erlebt, wie Menschen nach wenigen Sitzungen Erinnerungen loslassen konnten, die sie jahrzehntelang belastet haben. Die Erinnerung ist noch da, aber sie tut nicht mehr weh. Sie ist vorbei. Das ist der Unterschied.“
– Daniel Brodersen
Dein nächster Schritt
Ruf an oder schreib eine Mail. Im kostenlosen Vorgespräch (15 Min.) klären wir, ob EMDR für dich geeignet ist – und was vorher noch passieren muss, um sicher arbeiten zu können.
Telefon: 0421 – 84 51 54 00
E-Mail: office@selbstreguliert-leben.de